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15.09.2005
Jenni-Solarhaus
wird nun gebaut
An
der Lochbachstrasse in Oberburg entsteht das erste Mehrfamilienhaus, das
vollständig mit Solarenergie beheizt wird.
Regula Zimmermann
Bereits vor einem Jahr hat die Jenni Energietechnik das Projekt «100
Prozent solar beheiztes Mehrfamilienhaus» vorgestellt. Nun konnte der
Spatenstich gemacht werden. Das Achtfamilienhaus wird mit 276
Quardratmetern Sonnenkollektoren und einem 220’000-Liter-Saisonspeicher
ganzjährig durch Sonnenenergie beheizt werden. Der Speicher hat einen
Durchmesser von vier Metern und ist 18 Meter hoch. Er wiegt 15
Tonnen.
Dank Zonenplanänderung
«Wir hatten noch Angst wegen der Überschwemmung», sagt Joseph Jenni, «wenn
der Grundwasserstand zu hoch gewesen wäre, hätten wir nicht beginnen können.»
Eine grosszügige Spende eines Aktionärs habe das Projekt ermöglicht,
erklärt Jenni. Er habe nach passendem Bauland gesucht. Durch die
Zonenplanänderung wurde der Bau an der Lochbachstrasse möglich. «Da die
Zonenplanänderung länger dauerte als erwartet, konnten wir das Baugesuch
erst diesen Frühling einreichen», sagt Joseph Jenni. Dann ging es sehr
schnell. Das erste europäische solar beheizte Mehrfamilienhaus sollte im
Herbst 2006 fertig sein. «Jetzt kann ich anfangen, Mieter zu suchen»,
meint Jenni. Marianne Sorg vom kantonalen Wasser- und
Energiewirtschaftsamt dankte der Jenni Energietechnik für ihre
Pionierarbeit. «Es ist wertvoll, dass sie die Machbarkeit im Solarbereich
immer wieder aufzeigen», sagt sie. Auch der Architekt Martin Aeschlimann
schätzt es, ein solches Projekt in der Region verwirklichen zu können.
Weisses Dach
Das Werkstattdach der Jenni Energietechnik ist seit kurzer Zeit weiss. Den
Grund dafür erklärt Joseph Jenni so: Unser Planet wir stark von der
Sonne beschienen. Helle Oberflächen reflektieren die Sonnenstrahlen
besser als dunkle und belasten so das Klima weniger. Weisse Flächen sind
keine CO2-Senke, aber sie tragen dazu bei, dass das vorhandene CO2 in der
Atmospähre weniger starke Auswirkungen hat. «Unser weisses Dach
sehe ich als ernsthaften Beitrag und auch als Mahnzeichen, dass im
Umweltbereich wirklich etwas gehen muss», sagt Jenni. Das Bemalen habe länger
gedauert als erwartet. Zwei Tage haben drei Männer daran gearbeitet. Und
dieses Mal sei die Farbe dauerhaft. Denn bereits vor zwei Jahren war das
Dach der Jenni Energietechnik weiss. Die Sache fand im Rahmen einer
PR-Wahl-Aktion statt. «Da wir damals aber keine Bewilligung hatten,
verwendenten wir nur Kreide», erinnert er sich. Joseph Jenni will nun
aber nicht die Bevölkerung auffordern, ihre Dächer weiss zu malen: «Die
Montierung von Sonnenkollektoren ist auf jeden Fall sinnvoller.»
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