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10.09.2005 Zehn Prozent der KostenOberburg Solarbeheiztes Mehrfamilienhaus Sylvia MosimannMit einem symbolischen Spatenstich wurden in Oberburg die Bauarbeiten zum ersten vollständig solarbeheizten Mehrfamilienhaus in Europa gestartet. Wegweiser war hier einmal mehr die Firma Jenni Energietechnik AG in Oberburg/Burgdorf. Als Pionier und innovativer Vordenker mit Macherqualität bezeichnete Marianne Sorg, Kantonales Amt für Wasser und Energie, Josef Jenni. Er und sein Team seien für die Schweiz, insbesondere für den Kanton Bern, von unschätzbarem Wert, «denn mit ihrer Mentalität, Unbeirrbarkeit und ihrem Durchhaltevermögen tragen sie viel dazu bei, dass in unserer Region ein innovatives, dynamisches Klima entsteht», sagte sie. Jenni zeige, wo das technisch Machbare liege im Bereich der solaren Wärmeerzeugung und liefere so Argumente für die energiepolitischen Diskussionen, meinte Sorg in ihrer Laudatio auf das Engagement. In seinem neuesten Coup will Solarpionier Josef Jenni ein zu 100 Prozent solarbeheiztes Mehrfamilienhaus im Burgdorfer Südquartier bauen. Was das Oberburger Sonnenhaus und zahlreiche Nachfolgeprojekte bewiesen haben, wird nun erstmalig in der Schweiz bei einem Mehrfamilienhaus angewandt. Eine «kräftige» Sonnenheizung von 276 Quadratmeter Kollektorfläche, ein Saison-Wärmespeicher von 210 Kubikmeter Wasser, bestens isolierende Fenster zur passiven Sonnenenergienutzung und eine optimale Wärmedämmung sollen - ohne Zusatzheizung - für angenehme Raumtemperaturen und genügend Warmwasser während des ganzen Jahres sorgen. Bei Baukosten von zirka 5 Millionen Franken (ohne Land) beträgt der Aufwand für die Solaranlage weniger als zehn Prozent der Gesamtkosten. Das Mehrfamilienhaus verfügt über drei Vollgeschosse mit je einer 41/2-Zimmer- und einer 51/2-Zimmer-Wohnung und ein Dachgeschoss mit zwei 21/2-Zimmer-Wohnungen. «Höhepunkt im Bauablauf wird die Montage des 15 Tonnen schweren Speichers darstellen. Er wird nach dem Vorbild der alten Ägypter alleine mit Muskelkraft von der Werkstatt zum nahe gelegenen Bauplatz transportiert und dort aufgestellt», freut sich Jenni. Die «Energiestadt» Burgdorf, der Kanton Bern und das Bundesamt für Energie unterstützen das innovative Vorhaben und erhoffen sich Impulse für eine vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien. |
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