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„Der spinnt“ meinten die Fachleute, als Josef Jenni, Inhaber der Firma Jenni Energietechnik AG in Oberburg bei Burgdorf, Anfang der 1980er Jahre mit seinen Solarenergieanlagen auf den Markt kam. Nicht anders tönte es, als er dann 1989 mit seinem Bruder das Sonnenhaus baute, das ganzjährig mit Solarenergie versorgt wurde. Die 1980er Jahre waren in der Tat keine gute Zeit für die Solarenergie, die gegen ihr schlechtes Image zu kämpfen hatte: Zu teuer, zu kompliziert, zu störungsanfällig, nur etwas für Öko-Freaks, funktioniert eh nicht im „Regenland“ Schweiz waren nur einige der Attribute, die der Solarenergie in einer Zeit des Energie-Überflusses angehängt wurden. Dagegen muss etwas getan werden, sagte sich JosefJenni. Und er handelte. Mit der Tour de Sol verhalf er der totgesagten Solarenergie zu neuem öffentlichem Interesse. Seit dieser Zeit wurde er nie müde, das Potenzial der Solarenergie aber auch der anderen erneuerbaren Energien aufzuzeigen. So hat er auch Initiative „Oil of Emmental“ in Zusammenarbeit mit Pro Emmental ersonnen. Eine Initiative, die sich für die Nutzung von natürlichen, einheimischen Energien und intelligenter Energiespartechniken einsetzt. Josef Jenni zeichnet sich nicht nur durch seine Pionierarbeit, seinen Enthusiasmus und seine aussergewöhnliche Persönlichkeit aus. Er hat auch die Gabe, sein Wissen verständlich weiter zu vermitteln und dadurch auch andere zu begeistern. Sein Lebenswerk ist daher ein ganz wichtiger Mosaikstein auf dem Weg der Schweiz in eine nachhaltigere Energiezukunft. Lieber Josef Jenni: Ihr jahrzentelanges, persönliches Engagement verdient unsere ausdrückliche Anerkennung und Hochachtung und hat die Jury dazu veranlasst, erstmals einen Spezialpreis zu vergeben. Ich gratuliere Ihnen sehr zu diesem Spezialpreis der Jury Watt d’Or 2008, den ich Ihnen nun für ihr grossartiges persönliches Lebenswerk zugunsten der Solarenergie überreichen darf.
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