Landschaftsschutz, Emmental, erneuerbare Energie

News von Grossrätin Tabea Bossard-Jenni

News von Grossrätin Tabea Bossard-Jenni

Dezember 2021

In der Wintersession 2021 des Berner Grossrates wurde die Revision des Energiegesetzes diskutiert.

Leider ist das Ergebnis nach der Beratung im Rat eher ein zahnloses neues Energiegesetz, mit welchem die Klimaneutralität bis 2050 kaum erreicht werden kann. So hatte ein Verbot von Ölheizungen bei Neubauten und ein Verbot des Öl-Öl-Ersatzes keine Chance. Und auch der diskutierte Solar-Artikel wurde in der ersten Lesung des Gesetzes schon wieder gestrichen.

Als Erfolg werte ich, dass im neuen Energiegesetz  ein Teil meiner Motion «Gleichbehandlung von Solarthermie und Photovoltaik» umgesetzt wird. Neu steht in Art. 42 1 «Neue Gebäude und Erweiterungen von Gebäuden müssen so gebaut und ausgerüstet werden, dass die gewichtete Gesamtenergieeffizienz für Heizung, Warmwasser, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung und Geräte abzüglich Eigenenergieproduktion möglichst nahe bei Null ist.» Ohne die Motion würde in Art. 42 jetzt Eigenstromproduktion anstelle von Eigenenergieproduktion stehen.

September 2021

In der Herbstsession wurde meine Motion «Priorisierung der Fördergelder, um Ziele der Energiestrategie 2006 besser zu erreichen» behandelt.

Die Forderung, dass Neubauten auf grüner Wiese mit einem tieferen Ansatz zu fördern seien als Sanierungen von bestehenden Gebäuden, wurde vom Rat zwar als Motion überwiesen, aber sogleich abgeschrieben, da das Förderprogramm seit einreichen der Motion bereits überarbeitet wurde. Die Forderung, dass Abrbruch und Ersatzneubau zu einem höheren Ansatz gefördert werden soll als Neubauten auf der grünen Wiese, fand keine Unterstützung im Rat. Den dritten Punkt der Motion, dass bei der Höhe der Fördergelder raumplanerische Kriterien einbezogen werden sollen, habe ich nach diversen Rückmeldungen von Ratskollegen zurückgezogen, da diese Forderung zu einem sehr unüberschaubaren Förderprogramm führen würde.

Ich bedaure, dass aus dieser Motion bis auf weiteres keine Wirkung erziehlt werden wird, da der Kanton weiterhin Fördergelder aus einem beschränkten Topf auszahlen wird, ohne dass man der Zielerreichung näher kommt.

März 2021
Der Regierungsrat hat die im September 2020 eingereichte Motion «Gleichbehandlung von Solarthermie und Photovoltaik» beantwortet. Der Regierungsrat ist bereit, die Motion (Weisung) als Postulat (Richtlinie) entgegen zu nehmen.

1. Die Massnahme 15-2 «Eigenstromerzeugung bei Neubauten» der Energiestrategie 2006 ist dahingehend zu ergänzen, dass die Installation einer Solarthermieanlage eine gleichwertige Alternative zu einer Solarstromanlage bildet.
2. Neubauten, auf denen eine Solarthermieanlage gebaut wird, sind von der Ersatzabgabe für Eigen-stromerzeugung zu befreien.
3. In der Kommunikation und in der Energieberatung ist konsequent auf die beiden Technologien Solarthermie und Solarstrom zu verweisen

> Wortlaut der Motion und Antwort des Regierungsrates

Dezember 2020
Fördergelder sind ein knappes Gut und sollten zielgerichtet eingesetzt werden. Der Bericht zur Zielerreichung der Energiestrategie zeigt vor allem im Gebäudebereich deutliche Defizite. (Der Bericht wer in der Wintersession 2020 traktandiert, musste aber aus zeitlichen Gründen in die Frühlingssession 2021 verschoben werden).

Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Bericht zur Energiestrategie habe ich im Dezember die Motion «Priorisierung der Fördergelder, um Ziele der Energiestrategie 2006 besser zu erreichen» eingereicht.

> Wortlaut der Motion
> Bericht Energiestrategie 2006

September 2020
An der Herbstsession 2020 wurde die dringliche Motion «Energieholz konsequenter nutzen, um Borkenkäfer zu bekämpfen» behandelt und einstimmig überwiesen.

Der Regierungsrat zeigt sich bereit, über die ihm zur Verfügung stehenden Kanäle auf den vermehrten Einsatz von Holzenergie hinzuwirken.

Juni 2020
Martin Aeschlimann tritt per Ende Mai 2020 aus dem Grossen Rat zurück. Für den verdienten Politiker (u.a. seit 2012 im Grossen Rat, von 2013-2016 im Burgdorfer Gemeinderat) rückt die Burgdorfer Stadträtin Tabea Bossard-Jenni ins Berner Kantonsparlament nach. Mit ihren 31 Jahren wird die gelernte Betriebsökonomin FH die jüngste Berner EVP-Grossrätin aller Zeiten!

Tabea Bossard-Jenni ist in der Firma Jenni Energietechnik AG als Mitglied der Geschäftsleitung für das Personalwesen und Marketing verantwortlich. Die zweifache Mutter gehört seit 2012 dem Burgdorfer Stadtrat an. Bereits mit 17 Jahren begann sie sich im Vorstand der EVP Burgdorf zu engagieren und präsidierte die Ortspartei von 2012 bis 2019. In ihrer Freizeit unterrichtet sie ehrenamtlich Deutsch für Fremdsprachige in der Kirche «BewegungPlus» und treibt gerne Sport.

Wir sind überzeugt, Tabea wird mit ihrer produktiven Politik viel Erfolg haben.

Stellungnahme der frischgebackenen Grossrätin
«Zu sagen, dass der 2. Juni 2020 in die Geschichtsbücher eingehe, wäre etwas übertrieben. Aber für 160 Grossräte, welche seit gestern in der Berner Messehalle unter coronabedingten Sonderheiten tagen, war es schon ein spezieller Sessionsstart. Für mich war es in doppelter Hinsicht ein spezieller Tag: Ich hatte gestern meinen Einstand, meine Vereidigung als Grossrätin. Ich freue mich riesig auf diese neue Tätigkeit und die Möglichkeit, mich auf kantonaler Ebene politisch einzusetzen. Ich habe im Sinn, mich als aktive Grossrätin zu betätigen.

Meine Hauptanliegen sind Umweltanliegen ganz allgemein, Stärkung der lokalen Wirtschaft durch Schaffung sinnvoller Arbeitsplätze (wenn immer möglich eher in den Randregionen) sowie die Stärkung unseres dualen Bildungssystems.

Voller Tatendrang habe ich bereits zwei Vorstösse verfasst, zur Motion «Energieholz konsequenter nutzen um Borkenkäfer zu bekämpfen» konnte ich mehrere Unterstützer aus verschiedenen Parteien finden.

Meine Vorstösse werden auf der Webseite des Grossen Rates publiziert.

Ich bin auch gerne bereit, Anregungen von Ihnen entgegenzunehmen und diese, wenn sie auch ein Anliegen von mir sind, im Grossrat zu vertreten.»